Südwestphilippinen (Philippinen), 17. April 1977 : Autonomie als einheitliche Region

Gebiet Südwestphilippinen (Philippinen)
┗━ Stellung bleibt Staatsteil (Philippinen), wird nicht Staatsteil mit Autonomie (Philippinen)
Datum
Vorlage Autonomie als einheitliche Region
┗━ Fragemuster Entscheidungsfrage
┗━ Abstimmungstyp Plebiszit → durch Präsident → ad hoc → Stufe: Selbstbestimmung
Ergebnis verworfen
┗━ Mehrheiten gültige Stimmen
Stimmberechtigte 3'000'000
Stimmbeteiligung --- 75,00%
Stimmen ausser Betracht ---
Gültige (= massgebende) Stimmen ---
┗━ Ja-Stimmen --- 2,07%
┗━ Nein-Stimmen --- 97,93%
Bemerkungen Als Präsident Marcos am Kriegsrecht über das ganze Land verhängt, bildet ein Teil der Muslime, die Südwestmindanao und die vorgelagerten Inseln bewohnen, unter dem Namen MNLF (Moro National Liberation Front) den Kampf gegen die Zentralregierung auf. Auf Vermittlung Libyens tritt im Vertrag von Tripolis am ein Waffenstillstand in Kraft. Die MNLF fordert eine autonome Region aus den Provinzen auf Mindanao und den vorgelagerten Inseln und Palawan, wo sie faktisch ohne Einfluss der Zentralbehörden regieren will. Muslime bilden nur in drei dieser Provinzen die Mehrheit, in zwei weiteren starke Minderheiten.

In Dekret Nr. 1092 vom setzt Marcos eine Volksabstimmung über die Bildung eine autonomen Region an. Geplante Fragen: "Do you approve the merger of Region 9 and 12 into one autonomous region?" bzw. für Palawan, Davao del Sur und South Cotabato "Do you approve the inclusion of your province as part of an autonomous region in Southwestern Philippines (Regions 9 and/or 12)?". Mit Dekret Nr. 1104 vom ändert er die Fragestellung.

Nach weiteren Verhandlungen in Libyen vom 17. bis schafft Marcos am mit Proklamation Nr. 1628 eine autonome Region und setzt eine provisorische Regierung ein, die bis zu den Wahlen amtieren soll. In einem weiteren Dekret Nr. 1111 vom ändert er Fragestellung erneut, indem den Wählern zehn Fragen gestellt werden, von denen neun die Forderungen der MNLF widerspiegeln.

Die Abstimmung findet in den Provinzen Lanao de Sur, Lanao del Norte, Sultan Kudarat, Maguindanao, North Cotabato, Zamboanga del Sur, Zamboanga del Norte, Sulu, Basilan, Tawi-Tawi, Palawan, Davao del Sur und South Cotabato statt. In Tawi-Tawi, Sultan Kudarat, North Cotabato, Maguindanao und Basilan mit muslimischer Mehrheit bzw. starker Minderheit legt er zusätzliche Fragen zur internen Gliederung vor.

Endergebnis vom durch Proklamation Nr. 1628-A. Nur der von der Zentralregierung befürwortete Vorschlag zur Bildung von Regionen unter Aufsicht der Zentralbehörden (Frage 10) findet eine Mehrheit. Am finden Wahlen zu den Regionalparlamenten statt, und Marcos setzt das Autonomiestatut für die Regionen IX und XII mit Proklamation Nr. 1618 am in Kraft.

Abstimmungsfrage:
"There is a proposal that these 13 provinces will be finally organized into a single region of the autonomy. Do you approve such a proposal?
If the answer is "Yes", these provinces shall constitute a single region of the autonomy.
If the answer is "No", the 13 provinces shall remain in their present regions which shall be equally autonomous."

Fortsetzung im .

Gleichzeitig mit Verwaltung durch die Moro-Befreiungsfront
Eigene Hoheitssymbole
Bezeichnung als "Islamische Region Bangsamoro"
Eigenes Justizsystem
Eigene Gesetzgebung und Steuerhoheit
Eigene Sicherheitskräfte durch die Moro-Befreiungsfront
Exekutive direkt von der Moro-Befreiungsfront ernannt
Eigene Finanzkontrolle
Autonomie unter Aufsicht der Zentralbehörden
Quellen
Vollständigkeit Zahlen fehlen ganz
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