Republika Srpska (Bosnien-Herzegowina), 28. August 1994 : Teilungsplan der internationalen Kontaktgruppe

Gebiet Republika Srpska (Bosnien-Herzegowina)
Stellung Gliedstaat (Bosnien-Herzegowina)
Datum 28. August 1994
Vorlage Teilungsplan der internationalen Kontaktgruppe
Abstimmungstyp Plebiszit → durch Parlament → ad hoc → Stufe: Selbstbestimmung
Ergebnis verworfen
Stimmberechtigte 1'056'783
Stimmbeteiligung 962'10091,04 %
Stimmen ausser Betracht 5'261
Gültige Stimmen 956'839
Ja-Stimmen 31'9403,34 %
Nein-Stimmen 924'89996,66 %
Bemerkungen Im April 1994 bildet sich die Internationale Kontaktgruppe (UNO, EU, Grossbritannien, Russland, Frankreich, Deutschland) und stellt am 6.7.1994 ihren Plan vor, Bosnien-Herzegowina in eine bosniakisch-kroatische Föderation mit 51% und eine serbische Republik mit 49% des Gebiets aufzuteilen. Am 3.8.1994 lehnt das Parlament der Republika Srpska den Plan ab, (serbische Truppen 70% kontrollieren des Gebiets) und setzt auf den 27. und 28.8. eine Volksabstimmung darüber an. Der Plan wird massiv verworfen.

Der Bürgerkrieg geht weiter. Am 8.9.1995 bekräftigen die Ausserminister Bosniens, Kroatiens und Serbiens die Aufteilung in zwei Gebilde mit 51% und 49% des Gebiets. Im Abkommen von Dayton vom 14.12.1995 nehmen die bosnischen Serben diese Aufteilung an. Die Serbische Republik und die Föderation von Bosnien und Herzegowina bilden zwei Teilrepubliken (Entitäten) mit weitgehender Autonomie, die Zentralregierung hat nur wenige Komptetenzen. Ein "Hoher Repräsentant" der internationalen Gemeinschaft überwacht die Einhaltung des Abkommens und kann dabei auch gewählte Amtsträger entlassen, Gesetze erlassen und Behörden schaffen.

Quellen
Letzte Änderung