Uruguay, 25. Oktober 2009 : Aufhebung des Gesetzes über den Verzicht auf Strafverfolgung

Gebiet Uruguay
┗━ Stellung unabhängiger Staat
Datum
Vorlage Aufhebung des Gesetzes über den Verzicht auf Strafverfolgung
┗━ Fragemuster Entscheidungsfrage
┗━ Abstimmungstyp Initiative → durch Volk → bindend → Stufe: Verfassung → Partialrevision (Einzelthema), formulierter Entwurf
Ergebnis verworfen
┗━ Mehrheiten abgegebene Stimmen, 35% der Stimmberechtigten
Stimmberechtigte 2'563'250
Stimmbeteiligung 2'304'686 89,91 %
Gültige (= zählende) Stimmen 2'304'686
┗━ Ja-Stimmen 1'105'768 47,98 %
┗━ Nein-Stimmen 1'198'918 52,02 %
Medien Stimmzettel
Bemerkungen Volksinitiative nach Art. 331 Abs. A der Verfassung. Zur Einreichung sind 1/10 der Stimmberechtigten nötig.

Nötig sind die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mindestens 35% der Wahlberechtigten. Zusammen mit den allgemeinen Wahlen abgehalten. Mit Ja stimmen heisst den Stimmzettel abgeben, mit Nein stimmen heisst ihn nicht abgeben. So gibt es weder leere noch ungültige Stimmen.

Vom bis sammelt die "Coordinadora Nacional por la Nulidad de la Ley de Caducidad", die aus Teilen des regierenden Frente Amplio und Angehörigen der Opfer besteht, 340'043 Unterschriften. Die Corte Electoral erklärt am 258'711 davon als gültig und damit das Quorum von 258'326 als erreicht; die restlichen Unterschriften werden nicht behandelt. Der Kongress hätte bis zum Zeit gehabt, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten.

Ziel ist es das Gesetz über die Staffreiheit für Verbrechen während der Militärdiktatur, über das schon 1989 einmal abgestimmt wurde, auf Verfassungsstufe als inexistent zu erklären. Ab erklärt das Oberste Gericht (Suprema Corte de Justicia) einstimmig Art. 1, 3 und 4 des Gesetzes in mehreren Einzelfällen für ungültig.

Am hebt der Senat die angefochtenen Artikel 1, 3 und 4 auf, im Abgeordnetenhaus scheitert der Vorstoss mit 49 zu 49 Stimmen.

Texto de la Reforma Constitucional a agregarse en el Capítulo "Disposiciones Transitorias y Especiales":
Z''') Anúlese y declárense inexistentes los artículos 1, 2, 3 y 4 de la Ley No. 15848, de 22 de diciembre de 1986.
Se tendrán por no pronunciadas las resoluciones del Poder Ejecutivo que hayan incluído casos en la caducidad establecida por el artículo 1 de la referida Ley.
El Poder Judicial continuará de oficio la tramitación de las causas que hayan sido alcanzadas por las disposiciones anuladas como si éstas nunca hubieran existido, no pudiendo invocarse la cosa juzgada en dichas causas hasta el dictado de nueva sentencia.
Respecto de aquellos delitos que fueran prescriptibles y que hayan sido o pudieran haber sido comprendidos en la caducidad dispuesta por el artículo 1 de la Ley 15848, de 22 de diciembre de 1986, no podrá computarse a efectos de la prescripción el período transcurrido entre el 22 de diciembre de 1986 y la fecha de entrada en vigencia de la presente reforma constitucional.

Quellen
Vollständigkeit Endergebnis
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