Freie Stadt Danzig, 9. Dezember 1928 : Verkleinerung von Volkstag und Senat
| Gebiet | Freie Stadt Danzig | |
| Datum | 9. Dezember 1928 | |
| Vorlage | Verkleinerung von Volkstag und Senat | |
| Abstimmungstyp | 1. Option → Initiative → durch Volk → bindend → Stufe: Verfassung → Partialrevision, formulierter Entwurf 2. Option → Obligatorisches Referendum → durch Parlament → bindend → Stufe: Verfassung → Partialrevision 3. Option → Nein zu allem | |
| Ergebnis | beide verworfen | |
| Stimmberechtigte | 214'360 | |
| Stimmbeteiligung | --- | --- % |
| Stimmen ausser Betracht | --- | |
| Gültige Stimmen | --- | |
| Initiative "Volkswille" | 58'251 | 27,17 % |
| Initiative "Bürgerschutz" | 73'284 | 34,18 % |
| Bemerkungen |
Die Freie Stadt Danzig steht gemäss den Versailler Verträgen seit dem 10.1.1920
unter dem Schutz des Völkerbundes. Die Verfassung ist seit dem 11.5.1922 in Kraft.
Am 21.9.1928 lehnt der Volkstag (Parlament) eine Regierungsvorlage zur Verkleinerung des Volkstags ab, weil er trotz 72 zu 2 Stimmen das Quorum von 80 Stimmen bei 120 Sitzen verpasst. Bei der Abstimmung werden beide Initiativen verworfen, weil keine die Mehrheit der Stimmberechtigten (d. h. 107'182 Stimmen) erreicht. Am 27. Juni 1930 beschliesst der Volkstag mit 93 zu 5 Stimmen aus eigenem Antrieb eine Verfassungsreform, mit der der Volkstag auf 72 Sitze statt 120 und der Senat 12 statt 22 Sitze zählt. Dazu untersteht das Budget nur noch dem Volkstag, und Neuwahlen finden am 16.11.1930 statt. Initiative "Volkswille"
Initiativen können mit einem Zehntel der Stimmberechtigten eingereicht werden (Art. 47). Da es sich um eine Verfassungsänderung handelt, ist die Zustimmung der Mehrheit der Stimmberechtigten nötig (Art. 49). | |
| Quellen | ||
| Letzte Änderung | ||
