Grossbritannien, 5. Mai 2011 : "Alternative Vote" als Wahlsystem
| Gebiet | Grossbritannien | |
| Datum | 5. Mai 2011 | |
| Vorlage | "Alternative Vote" als Wahlsystem | |
| Abstimmungstyp | Plebiszit → durch Parlament → ad hoc → Stufe: Selbstbestimmung | |
| Ergebnis | verworfen | |
| Stimmberechtigte | 45'684'501 | |
| Stimmbeteiligung | 19'279'022 | 42,20 % |
| Stimmen ausser Betracht | 113'292 | |
| Gültige Stimmen | 19'165'730 | |
| Ja-Stimmen | 6'152'607 | 32,10 % |
| Nein-Stimmen | 13'013'123 | 67,90 % |
| Medien | Stimmzettel | |
| Bemerkungen |
Nach den Unterhauswahlen vom 6.5.2010 gehen Konservative und Liberaldemokraten eine
Koalition ein, um eine Mehrheit zu erreichen. Eine der Hauptforderungen der
Liberaldemokraten ist eine Volksabstimmung über das Wahlsystem. Im geltenden System
(First past the post) ist ein Kandidat mit einer relativen Mehrheit, wie klein
sie auch ist, gewählt. Darunter leiden vor allem die Liberaldemokraten, die ihren
Wähleranteil nur ungenügend in Parlamentssitze umsetzen können.
Am 5.7.2010 kündigt Vizepremier Clegg an, der geplante Parliamentary Voting System and Constituencies Act, 2011 sehe unter anderem eine Volksabstimmung über die Einführung des "Alternative Vote" vor. Unter diesem Verfahren werden weitere Präferenzen ausgewertet, falls kein Kandidat die absolute Mehrheit erhält. Nach einem Seilziehen mit dem Oberhaus kann sich die Regierung durchsetzen, dass es keine Mindestbeteiligung gibt. Dafür dürfen die Wahlkreise bei der Neueinteilung um 7,5% statt 5% schwanken, und es finden mehr Konsultationen bei der Einteilung statt. Im weiteren wird das Unterhaus von 650 auf 600 Sitze verkleinert. Die Urnen sind von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Endergebnis vom 7.5.2011.
Abstimmungsfrage (Englisch und Walisisch): | |
| Quellen | ||
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