Estland, 25. Februar 1936 : Wahl eines Verfassungsrates
| Gebiet | Estland | |
| Datum | 25. Februar 1936 | |
| Vorlage | Wahl eines Verfassungsrates | |
| Abstimmungstyp | Plebiszit → durch Präsident → ad hoc → Stufe: Grundsatzentscheid über neue Verfassung | |
| Ergebnis | angenommen | |
| Stimmberechtigte | 759'338 | |
| Stimmbeteiligung | 629'217 | 82,86 % |
| Stimmen ausser Betracht | 6'175 | |
| Gültige Stimmen | 623'042 | |
| Ja-Stimmen | 474'218 | 76,11 % |
| Nein-Stimmen | 148'824 | 23,89 % |
| Bemerkungen |
Am 12. März 1934 setzt sich Übergangspräsident Päts
(nach der Einführung des Präsidialregimes im Oktober 1933)
durch einen Selbstputsch an die Spitze des Staats. Entgegen seinen
Kompetenzen verschiebt er die Wahlen am 19. März auf unbestimmte
Zeit und löst das Parlament am 2. Oktober ganz auf. Durch Dekret vom 25. September 1935 schafft er (wieder gegen die Verfassung) das Initiativ- und Referendumsrecht ab; nur noch der Präsident kann Plebiszite anordnen. Die Vorlage wird von 62,5% der Stimmberechtigten angenommen. Der Verfassungsrat verabschiedet am 3. September 1937 die neue Verfassung, die Päts' Vorgaben genau entspricht. Sie tritt am 1. Januar 1938 in Kraft.
"Soll der Riigikogu [Parlament] eine neue Verfassung schreiben?" | |
| Quellen | ||
| Letzte Änderung | ||
