Sowjetische Besatzungszone (Deutsche Demokratische Republik), 16. Mai 1949 : Einheit Deutschlands; Friedensvertrag; Liste für den Dritten Deutschen Volkskongress (Erwachsene)

Gebiet Sowjetische Besatzungszone (Deutsche Demokratische Republik)
┗━ Stellung Treuhand-/Mandatsgebiet (Sowjetunion)
Datum
Vorlage Einheit Deutschlands; Friedensvertrag; Liste für den Dritten Deutschen Volkskongress (Erwachsene)
┗━ Fragemuster Entscheidungsfrage
┗━ Abstimmungstyp Plebiszit → durch Volksrat → ad hoc → Stufe: Wahl Volkskongress, Selbstbestimmung
Ergebnis angenommen
┗━ Mehrheiten gültige Stimmen
Stimmberechtigte 13'148'297
Stimmbeteiligung 12'528'872 95,29 %
Stimmen ausser Betracht 844'974
Gültige (= zählende) Stimmen 11'683'898
┗━ Ja-Stimmen 7'686'372 65,79 %
┗━ Nein-Stimmen 3'997'526 34,21 %
Medien Stimmzettel (Wahlkreis IV, Sachsen)
Bemerkungen Nach dem 2. Weltkrieg können sich die Alliierten in der Londoner Aussenministerkonferenz vom 25.11. bis nicht über die Zukunft Deutschlands einigen. In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gründet die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) am die "Volkskongressbewegung" für die Einheit Deutschlands unter ihrer Führung. In den Westzonen verbieten die Militäradministrationen der USA, Grossbritanniens und Frankreichs diese Bewegung bald.

Angesichts der nahenden Gründung der Bundesrepublik Deutschland aus der Trizone (drei Westzonen) beschliesst das Präsidium des 1. Volksrats am , eine Abstimmung über die Wahl eines "Dritten Deutschen Volkskongresses" auf Einheitslisten abzuhalten; damit verknüpft ist die Frage zur Einheit Deutschlands und einem Friedensvertrag. Die Abstimmung findet am 15. und statt. Leer abgegebene Stimmen zählen als Zustimmung. Endergebnis vom .

In Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg, Brandenburg, Thüringen und Berlin (sowjetischer Sektor) stimmen 18- bis 21-Jährige getrennt von den erwachsenen Stimmberechtigten ab und werden auch getrennt ausgezählt. In Sachsen sind 18-Jährige sowieso stimmberechtigt.

In der Trizone tritt am das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Der Volkskongress tritt am 29. und mit 2088 Abgeordneten zusammen (1441 Gewählte aus der SBZ, 528 ernannte Teilnehmer aus der Trizone und 119 vom Präsidium Kooptierte). Da mit der Gründung der BRD eine Einheit Deutschlands illusorisch wird, wählt er den "Zweiten Deutschen Volksrat" zu 400 Mitgliedern, der den Verfassungsentwurf billigt, den der 1. Volksrat am vorbereitet hat.

Am gründet der 2. Volksrat die Deutsche Demokratische Republik, ernennt sich zur Provisorischen Volkskammer und setzt am die Verfassung in Kraft.

Abstimmungsfrage:
"Ich bin für die Einheit Deutschlands und einen gerechten Friedensvertrag. Ich stimme darum für die nachstehende Kandidatenliste zum Dritten Deutschen Volkskongreß.
Ja / Nein"

Quellen
Vollständigkeit Endergebnis
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