Deutsches Reich, 20. Juni 1926 : Enteignung der Fürstenvermögen
| Gebiet | Deutsches Reich | |
| Datum | 20. Juni 1926 | |
| Vorlage | Enteignung der Fürstenvermögen | |
| Abstimmungstyp | Initiative → durch Volk → bindend → Stufe: Verfassung → Partialrevision, formulierter Entwurf | |
| Ergebnis | verworfen | |
| Stimmberechtigte | 39'786'182 | |
| Stimmbeteiligung | 15'599'828 | 39,21 % |
| Gültige Stimmen | 15'599'828 | |
| Ja-Stimmen | 14'455'167 | 36,33 % |
| Nein-Stimmen | 585'745 | 1,47 % |
| Stimmen ausser Betracht | 558'916 | 1,40 % |
| Bemerkungen |
Volksbegehren nach Art. 73 Abs. 3 der Verfassung durch KPD, SPD und Gewerkschaften.
Notwendig sind 10% der Stimmberechtigten; Sammelfrist vom 4. bis 17. März 1926.
Mit 12'523'939 von 39'421'617 Stimmberechtigten (31,77%) zustandegekommen. Massgebend
für die Anzahl Stimmberechtigter ist der zweite Wahlgang der Reichspräsidentenwahlen
vom 26.4.1925.
Der Reichstag verwirft den Gesetzesentwurf, der die entschädigungslose Enteignung der ehemaligen Fürstenhäuser fordert, am 6.5.1926 mit 236 zu 141 Stimmen. Auf Antrag des Reichspräsidenten erklärt die Regierung am 24.4.1926 die Volksinitiative als verfassungsändernd, so dass nach Art. 76 Abs. 1 eine absolute Mehrheit der Stimmberechtigten zustimmen müsste. | |
| Quellen | ||
| Letzte Änderung | ||
