Helvetische Republik (Schweiz), 12. April 1798 : Verfassung

Gebiet Helvetische Republik (Schweiz)
Datum 12. April 1798
Vorlage Verfassung
Abstimmungstyp Plebiszit → durch Exekutive → ad hoc → Stufe: Verfassung → Totalrevison
Ergebnis angenommen
Stimmberechtigte ---
Stimmbeteiligung ------ %
Stimmen ausser Betracht ---
Gültige Stimmen ---
Ja-Stimmen ------ %
Nein-Stimmen ------ %
Bemerkungen Da über die Verfassung über mehrere Monate hinweg abgestimmt wird, ist das Hauptdatum der Tag der Verkünderung in Aarau.
Obligatorisches Verfassungsreferendum (Art. 32, 107), nach zwei Verhandlungen im Senat mit 5 Jahren [!] Abstand, dann Grosser Rat und Abstimmung in den Urversammlungen. Sie ist der Verfassung des Jahres III (1795) nachempfunden.
Die Abstimmung erfolgt meistens offen in Urversammlungen in den Gemeinden, in gewissen Orten auch in den Landsgemeinden der alten Herrschaften. Falls das Abstimmungsgebiet nicht mit einem neuen Kanton übereinstimmt, ist er in eckigen Klammern angegeben. Genaue Zahlen sind nirgends ersichtlich.

Unterschiede zum heutigen Staatsgebiet

  • Rottweil wird dem Deutschen Bund angeschlossen
  • Mülhausen stimmt am 4.1.1798 in einem Referendum dem Anschluss an Frankreich zu.
  • Bistum Basel (Nord- und Südjura, Laufental, kath. Unterbaselbiet) : errichtet am 27.11.1792 die Raurachische Republik, wählt am 18.1.1793 eine Nationalversammlung die sich am 7.3. mit 75:38 Stimmen für die Selbständigkeit entscheidet. Sie wird dennoch zusammen mit Biel als Dept. Mont Terrible Frankreich angeschlossen.
  • Fricktal : kommt erst 1803 mit der Mediation zum neuen Kanton Aargau.
  • Wallis : von 1802 bis 1810 als Republik Wallis selbständig, von 1810-1815 als Dept. Simplon Teil Frankreichs.
  • Genf : Schloss sich mit Referendum am 15.4.1798 Frankreich an; seit 1815 wieder Kanton.
  • Neuenburg : preussisches Fürstentum, von der Helvetischen Republik nicht berührt, von 1806 bis 1815 nach der Niederlage des Deutschen Bundes bei Frankreich.
  • Veltlin : altes Untertanengebiet Graubündens, seit 10.10.1797 Teil der Cisalpinischen Republik


Details
Datum Abstimmungsart Quelle
Aarau Anfang April Urversammlungen I/543
Appenzell (ganzes Land) 22.4., lehnt ab Landsgemeinde I/668
Appenzell Ausserrhoden [Appenzell] 11.5. vor der Sitter, 18.5. hinter der Sitter Landsgemeinde I/978
Appenzell Innerrhoden [Appenzell] 6.5. Landsgemeinde I/972
Baden 1.4. Urversammlungen I/561
Basel 31.3. Urversammlungen I/565
Bellinzona Ganzer Juni Urversammlungen II/561
Bern (ohne Oberland) 4.4. Urversammlungen I/564
Engelberg [Unterwalden] 6.5. Landsgemeinde I/607
Freiburg 24.3. Urversammlungen I/540
Fürstenland [St. Gallen] Ende April, Anfang Mai Urversammlungen I/692
Gaster [Sargans] 31.3. Landsgemeinde I/608
Glarus 26.4. Landsgemeinde I/918
Léman (Waadt) 15.3. Urversammlungen I/504
Luzern 30.3 Urversammlungen I/551
Lugano Mai/Juni Urversammlungen II/143-159 passim
March [Schwyz] 18.4., lehnt ab Landsgemeinde I/642
Mendrisio [Lugano] 26.6. Urversammlungen II/155
Nidwalden [Unterwalden] 13.5. Landsgemeinde I/925, 959
Oberland [Bern] Ende März, Anfang April Urversammlungen I/616
Obwalden [Waldstätte] 4.4., Widerruf am 25.4., erneutes Ja am 10.5. Landsgemeinde I/610, 692, 959
Rapperswil [St. Gallen] 22.4., Stadt stimmt zu, Land lehnt ab Landsgemeinde I/667
Rheintal [Sargans] 8.5. Urversammlungen I/973
Schaffhausen 2.4. Urversammlungen I/563
Schwyz (ohne March) 4.5. Landsgemeinde
Solothurn 22.3. Urversammlungen I/523
Thurgau Ende März, Anfang April Urversammlungen I/608, 654
Toggenburg [St. Gallen] 25.4. Urversammlungen I/663, 692
Uri 17.5. Landsgemeinde I/959
Uznach [Sargans] Anfang April Landsgemeinde I/966
Wallis Anfang Mai Urversammlungen in den Zehnten/Douzaines I/1039, 1044
Zug 8.5. Landsgemeinde 8.5.
Zürich 31.3. Urversammlungen
Graubünden (ohne Veltlin) Juli/August, z. T. nein in Chur Urversammlungen in den Hochgerichten II/997-1000, III/150
Quellen
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