Andorra, 16. Januar 1978 : Politische Reformen

Gebiet Andorra
Datum 16. Januar 1978
Vorlage Politische Reformen
Abstimmungstyp Plebiszit → durch Parlament → nicht bindend → Stufe: Gesetz
Ergebnis unklar
Stimmberechtigte 3'235
Stimmbeteiligung 2'10765,13 %
Stimmen ausser Betracht 56
Gültige Stimmen 2'051
Vorschlag 6 64731,55 %
Vorschlag 7 67332,81 %
Nein zu beiden Vorschlägen 73135,64 %
Bemerkungen Da in der Abstimmung vom Oktober 1977 keines der 6 Projekte eine Mehrheit gefunden hat, setzt der Consell General (Generalrat) eine weitere Abstimmung gegen den Willen der Co-Fürsten (Präsident von Frankreich, Bischof von Urgell) an. Er bildet aus den Vorschlägen 4 und 5 einen Vorschlag 7, weil sie ähnlich sind und stellt sie dem bestplazierten Vorschlag 6 des "Agrupament Democràtic d'Andorra" gegenüber. Dazu kann man sich auch gegen beide Vorschläge aussprechen.

Da das "Nein zu beiden Vorschlägen eine (relative) Mehrheit erhält, gibt es keine Reform, nur die Bildung einer siebten Gemeinde (Escalades-Engordany) ist unbestritten. Auf Antrag des Generalrates schaffen die Co-Fürsten am 14.6.1978 die neue Gemeinde.

  1. Vom "Agrupament Democràtic d'Andorra" vorgeschlagen
    • Proporzwahl des Generalrates mit Landeslisten
    • Gemeindeparlament mit 4 Sitzen je Gemeinde
    • Volkswahl des Ministerpräsidenten
    • Ministerpräsident ernennt Vizepräsident und vier Minister
    • Keine Sitzgarantie für die Gemeinden in der Regierung
    • Ministerpräsident schlägt dem Generalrat drei Regierungen vor
  2. Vom Generalrat vorgeschlagen
    • 7 Gemeinden mit je 4 Sitzen im Generalrat
    • Volkswahl des Ministerpräsidenten
    • Misstrauensvotum hat Neuwahl des Generalrates zur Folge
Quellen
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